Ausbildungsmöglichkeiten im Überblick
Die Ausbildungsberufe in der Betonsteinbranche verteilen sich auf mehrere Tätigkeitsfelder, die unterschiedliche Aufgabenbereiche abdecken. In den gewerblich-technischen Berufen stehen die Herstellung, Bearbeitung und Prüfung von Betonwaren sowie das Arbeiten an Maschinen und Anlagen im Mittelpunkt. Ergänzend dazu bieten die kaufmännischen Ausbildungen Einblicke in Planung, Organisation und betriebliche Abläufe. Durch diese Vielfalt an Schwerpunkten finden Ausbildungsinteressierte je nach Interesse und Arbeitsweise passende Einstiegsmöglichkeiten - vom praktischen, technischen Umfeld bis hin zu administrativen Tätigkeiten.
Ausbildungsberufe im gewerblichen/technischen Bereich
- Baustoffprüfer*in
Qualitätssicherung von Baustoffen
- Betonfertigteilbauer*in
Herstellung von Betonbauteilen
- Elektrotechniker*in für Betriebstechnik
Betreuung elektrischer Anlagen
- Industriemechaniker*in
Instandhaltung mechanischer Anlagen
- Mechatroniker*in
Wartung und Steuerung von Maschinen
- Verfahrensmechaniker*in
für vorgefertigte Betonerzeugnisse
Steuerung von Produktionsanlagen
- Werksteinhersteller*in
Bearbeitung und Verlegung von Werksteinen
Ausbildungsberufe im kaufmännischen Bereich
- Industriekaufmann/-frau
Organisation wirtschaftlicher Abläufe
- Kaufmann/-frau für Büromanagement
Verwaltung und Büroorganisation
Warum die Betonsteinbranche?
Beton ist einer der wichtigsten Baustoffe unserer Zeit. Ohne ihn gäbe es viele Gebäude, Straßen, Brücken und öffentlichen Plätze nicht, die unseren Alltag prägen. Die Betonsteinindustrie verbindet modernes Know-how, Technik und Nachhaltigkeit und arbeitet kontinuierlich daran, ihren ökologischen Fußabdruck zu verbessern. Wer hier einsteigt, arbeitet an Produkten, die im Alltag überall sichtbar sind - von Straßen über Plätze bis hin zu barrierefreien Wegen.
Unverzichtbar für unsere Infrastruktur:
Von Straßen und Tunneln über Plätze und Parks bis hin zu Bahnhöfen, Blindenleitsystemen und barrierefreien Zugängen - Betonprodukte sind überall.
Moderne und innovative Produktion:
In Betonsteinwerken wird mit modernen Maschinen, digitalen Planungstools und zunehmend automatisierten Prozessen gearbeitet.
Nachhaltigkeit im Fokus:
Es wird laufend geforscht, um CO₂-Emissionen zu reduzieren, ressourcenschonende Zemente zu nutzen und Produktionsprozesse zu optimieren.
Vielfältige Produkte und Aufgaben:
Pflastersteine, Platten, Stufen, Mauerelemente, Sitzblöcke und mehr: Die Produktpalette ist groß, genauso wie die Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten.
Branchen-Benefits
Sicherer Arbeitsplatz
Hohe Übernahmewahrscheinlichkeit
Großes Angebot an Fort- und Weiterbildungen
Gute Aufstiegsmöglichkeiten
Arbeiten in wettergeschützten
Werkshallen
Vielfältiges Aufgabenspektrum
Keine jahreszeitlich
bedingten Ausfallzeiten
Karrierewege in der Betonsteinbranche
Nach einer abgeschlossenen Ausbildung eröffnen sich in der Betonsteinbranche vielfältige Möglichkeiten zur fachlichen Weiterentwicklung. Neben umfassenden Meister- und Industriemeisterqualifikationen stehen auch spezialisierte Lehrgänge in der Betontechnologie sowie weiterführende technische Schulungen zur Verfügung. Diese Angebote ermöglichen es, einzelne Themenfelder zu vertiefen, zusätzliche Verantwortungsbereiche zu übernehmen und sich langfristig beruflich breiter aufzustellen. So kann der eigene Berufsweg schrittweise und entsprechend der individuellen Interessen weitergeführt werden.
Weiterbildung zum/zur Betonprüfer:in
Eine Weiterbildung zum/zur Betonprüfer:in wird bei verschiedenen Bildungsträgern angeboten und vermittelt alle fachlichen Kenntnisse, die für die eigenständige oder beaufsichtigte Durchführung von Betonprüfungen erforderlich sind. Dazu gehören sowohl praktische Fertigkeiten als auch das sichere Dokumentieren der Ergebnisse. Zusätzlich erhalten Teilnehmende aktuelles Wissen zu Änderungen in der Betonnormung und zu neuen Entwicklungen der Betontechnologie. Der Lehrgang dauert meist rund zwei Wochen. Die Qualifikation eröffnet vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Laboren, Prüfstellen und im bautechnischen Qualitätsmanagement.
E-Schein (Erweiterte betontechnologische Ausbildung)
Der E-Schein ist der Nachweis über eine erweiterte betontechnologische Ausbildung und qualifiziert für verantwortungsvolle Tätigkeiten in der Betontechnologie. Er wird benötigt, um eine Betonprüfstelle zu leiten, hochwertige Betonagen zu überwachen oder leitende Funktionen in Transportbetonwerken zu übernehmen. Der E-Schein kann im Rahmen eines Bauingenieurstudiums oder durch spezielle Lehrgänge erworben werden. Die Qualifikation bestätigt vertiefte Kenntnisse der Betontechnologie, die für leitende Positionen im Bauwesen unerlässlich sind.
Meister:in der Betonsteinindustrie/Werksteinherstellermeister:in
Meister:innen der Betonsteinindustrie bzw. Werksteinherstellermeister:innen steuern und überwachen die Herstellungsprozesse von Betonsteinen, sichern die Produktqualität und übernehmen kaufmännische Aufgaben sowie Personalführung. Der Vollzeit-Meisterkurs an der Bundesfachschule in Ulm dauert rund 39 Wochen und behandelt aktuelle Entwicklungen der industriellen Fertigung, traditionelle Werksteinprodukte und Terrazzo. Aufgrund inhaltlicher Überschneidungen können beide Meistertitel mit geringem Mehraufwand erworben werden.
Industriemeister:in Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik
Industriemeister:innen der Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik überwachen Produktionsabläufe, koordinieren zwischen Fertigung und Management und stellen sicher, dass Qualitäts- und Quantitätsvorgaben eingehalten werden. Die Fortbildung erfolgt in Kooperation mit den Eckert-Schulen. Die Basisqualifikation kann in Vollzeit, Teilzeit oder per Fernlehre absolviert werden; anschließend folgt ein sechsmonatiger Vollzeitblock in Regensburg mit branchenspezifischen Inhalten zur Rohstoffgewinnung, Transportbeton, vorgefertigten Betonerzeugnissen und Asphalt. Die Vollzeitfortbildung dauert insgesamt rund neun Monate.
Ausbildungswege hautnah
Authentische Eindrücke aus verschiedenen Ausbildungswegen in der Betonsteinbranche vermitteln einen anschaulichen Einblick in die Vielfalt der Tätigkeitsbereiche sowie die unterschiedlichen Einstiegs- und Arbeitsmöglichkeiten innerhalb der Betriebe.
Kooperation mit der VDBUM Akademie
Wir arbeiten eng mit der Akademie des Verbandes der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e. V. (VDBUM) zusammen - einer anerkannten Bildungseinrichtung für technische Schulungen in der Baubranche. Die Akademie vermittelt praxisnahes und rechtssicheres Wissen, das für die Qualifizierung zur „befähigten Person“ notwendig ist und richtet sich an Mitarbeitende, Führungskräfte und Verantwortliche in der Betonsteinindustrie.
✔ Erfüllung gesetzlicher Anforderungen:
Die Schulungen vermitteln das notwendige Wissen, um sicher und rechtskonform im Betriebsalltag zu handeln.
✔ Schulungen nach aktuellen Normen und Vorschriften:
Teilnehmende bleiben fachlich auf dem neuesten Stand und kennen alle relevanten Regelwerke der Branche.
✔ Praxisnahe Vermittlung betriebsrelevanter Inhalte:
Die Inhalte sind direkt auf typische Aufgaben, Abläufe und Herausforderungen in Betonsteinwerken zugeschnitten.
✔ Modulare Lernbausteine für individuelle Qualifizierungswege:
Flexible Module ermöglichen maßgeschneiderte Weiterbildungen – passend zu Rolle, Verantwortung und Vorkenntnissen.
Bitte wenden Sie sich bei Buchungswunsch einer VDBUM-Schulung direkt an unsere Geschäftsstelle, da wir mit dem VDBUM Sonderkonditionen für unsere Mitgliedsunternehmen vereinbart haben.