Planung und Ausführung

5.3 Dimensionierung des Oberbaus

Für die Dimensionierung des Oberbaus von Verkehrsflächen sind stets die Kriterien „Frostsicherheit“ und „Tragfähigkeit“ zu berücksichtigen. Das grundsätzlich maßgebende Regelwerk hierfür sind die Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen (RStO). Darin sind technisch geeignete und wirtschaftliche Bauweisen beschrieben, die zum Teil empirische und zum Teil wissenschaftliche Basis haben. In den RStO werden Bauweisen mit Asphaltdecke, Betondecke und Pflasterdecke behandelt.

Der Oberbau kann ausschließlich aus ungebundenen Tragschichten (ToB) oder aus einer Kombination von ungebundenen Tragschichten und einer gebundener Tragschicht (TmB) bestehen. Die Steifigkeit der Schichten der Befestigung nimmt von unten nach oben zu.

Die Entscheidung darüber, wie der Oberbau für ein bestimmtes Bauvorhaben letztlich konstruiert wird (Schichtenart und Schichtenfolge), hängt neben der Verkehrsbelastung und der Art der Ausführung der Pflasterdecke (ungebunden oder gebunden, siehe Abschnitt 3.2) zum Beispiel auch davon ab,

  • welche Funktion und Lage die Verkehrsfläche hat
  • wie die anstehenden Bodenverhältnisse sind
  • welche örtlichen Zwänge es unter Umständen gibt (zum Beispiel unterirdische Leitungen, begrenzte Aufbauhöhen)
  • welche Baustoffe regional zur Verfügung stehen
  • welche Erfahrungen bei den für die Ausführung in Frage kommenden Unternehmen vorliegen.

Für Verkehrsflächenbefestigungen in innerörtlichen Bereichen, dem Haupteinsatzgebiet von Pflasterdecken, bestimmt sich die erforderliche Gesamtdicke des Oberbaus oftmals aus Gründen der Tragfähigkeit, zumindest beim Vorhandensein eines gewissen Schwerverkehrsanteils. Dies ergibt sich aus den häufig vorherrschenden günstigen örtlichen Gegebenheiten im Innerortsbereich, wie zum Beispiel einer geschlossenen seitlichen Bebauung entlang der Verkehrsfläche und/oder der Entwässerung der Verkehrsfläche über Rinnen bzw. Abläufe. Diese Einflüsse wirken sich bei der Festlegung der Dicke des Oberbaus aus Frostgründen abmindernd aus, und die so ermittelte Dicke unterschreitet dann oft die aus Tragfähigkeitsgründen erforderliche. Gleichwohl ist bei jeder Dimensionierung zur Sicherheit abschließend zu prüfen, ob die aus Tragfähigkeitsgründen ermittelte Oberbaudicke auch aus Gründen der Frostsicherheit ausreicht. Der Aufwand dafür ist vergleichsweise gering.

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